unsere Seelsorger

 

Pfarrer:

 

Georg Kammel

Maximilian Schubert

Arnold Schwarz

Thomas Thielscher

Christoph Kliemank

Norbert Christoph

 

 

Kapläne:

 

Georg Hoffmann

Günter Schoppa

Georg Jana

Franz-Georg Friemel

Bernhard Eichholz

Dietrich Kruhl

Arnold Schwarz

Konrad Hartelt

Hartmut Kania

Hubertus Zomack

Jürgen Peckholdt

Christian Pabel

Lothar Förster

Peter Paul Gregor

Uwe Aschenbrenner

Hans Geisler

Clemens Jaunich

Hans Geisler

Thomas Besch

Peter Krahl

Norbert Lortz

Daniel Laske

 

 

 

Kuraten in Crinitz:

 

Franz Bernert

Josef Hoffmann

Arnold Schwarz

Paul Christoph

 

 

Kuraten in Sallgast:

 

Günter Schoppa

 

 

 

 

1903 - 1949

1949 - 1975

1975 - 1987

1987 - 2002

2003 - 2009

2009

 

 

 

 

1946

1946 - 1952

1952 - 1956

1956 - 1959

1959 - 1962

1962 - 1964

1964 - 1965

1965 - 1968

1968 - 1970

1970 - 1973

1973 - 1976

1976 - 1977

1977 - 1979

1980 - 1985

1985 - 1987

1987 - 1988

1988

1988 - 1990

1990 - 1992

1992 - 1993

2003 - 2006

2006 - 2008

 

 

 

 

 

1946 - 1965

1965

1965 - 1967

1967 - 1972

 

 

 

 

1952 - 2002

 

 

900 Jahre nach Christus erreichten die ersten Glaubensboten auch unsere Heimat. Kaiser Otto der Große gründete von Magdeburg aus um 948 die Bistümer Brandenburg und Havelberg. Kirchlich gehörte die Niederlausitz zum 968 neugegründeten Bistum Meißen, das später auch die Oberlausitz bis zur niederschlesischen Grenze am Bober umfasste, dann die Mark mit Neuzelle Storkow und Zossen, hinüber weit über die Elbe bis zum Erzgebirge.

 

Die ersten christlichen Spuren hat wohl das Benediktinerkloster Nienburg an der Saale, nördlich von Bernburg gelegen, in unserem Raum hinterlassen. Es gründete zahlreiche Dörfer. Noch heute trifft man häufig in der Region den Familiennamen “Niendorf” an. Die zum christlichen Glauben bekehrten Wenden mussten ihren Zins nach Nienburg zahlen.

 

Um 1130 setzte die planmäßige Kolonisation in unserem Raum ein. Die deutschen Einwanderer kamen anfangs aus dem Magdeburgischen, später aus Thüringen und Franken (Frankena), aber auch aus dem fernen Niederlanden (Eykholz = Eichholz, Monkehusen = Münchhausen). Frankena, Eichholz und Münchhausen sind Orte aus der näheren Umgebung.

 

1165 gründete Markgraf Dietrich zu Meißen und Bischof Gerung von Meißen das Kloster Doberlug, das 12 km westlich von Finsterwalde liegt. Die ersten Mönche kamen aus dem Kloster Volkenroda bei Mühlhausen. 1200 wurde das Klosterdorf Kirchhain nördlich von Doberlug gegründet. Nach 1200 entstand an der Stelle des heutigen Finsterwalder Schlosses eine deutsche Burg. Bald entwickelte sich eine Marktsiedlung und die erste Kirche wurde gebaut.

 

Im Spätmittelalter hatte Finsterwalde auf einem Wiesengelände an der Badergasse noch eine Marienkirche, die so etwas wie ein kleiner regionaler Wallfahrtsort war. 1476 wurde sogar durch den Bruder des Finsterwalder Schlossherrn, Ritter Heinrich II. von Maltitz, später Rat und Hofmeister des Kurfürsten von Sachsen, auf seiner Wallfahrt ins heilige Land in Rom von Papst Sixtus IV. den Besuchern der Kapelle ein einhundert Tage Ablass gewährt. Mit der Einführung der Reformation wurde die Kapelle beseitigt. Der Marienaltar der Kapelle gelangte in die Kirche von Massen.

 

Die Stadt Finsterwalde gehörte zum mittelalterlichen Archidiakonat Niederlausitz mit Sitz in Lübben und gehörte zum Sedes Kirchhain.

 

Die Reformation in Finsterwalde wurde erst relativ spät eingeführt. Sonnewalde wurde schon 1523 durch die Gebrüder von Minckwitz protestantisch. Nickel von Minckwitz war persönlicher Freund Martin Luthers. Die beiden Oberherren der Region, Herzog Georg der Bärtige von Sachsen-Dresden und König Ludwig von Böhmen waren entschiedene Gegner des neuen Glaubens. Erst als Herzog Georg 1539 starb, führte der neue Schlossherr von Finsterwalde, Otto I. von Dieskau, die Reformation in Finsterwalde durch.

 

Die vorreformatorische Stadtkirche St. Marien wurde teilweise abgerissen und an der selben Stelle die größere spätgotische Kirche St. Trinitas errichtet. Das Innere der Kirche ist seitdem weitestgehend unverändert.

Die im heutigen südlichen Stadtgebiet liegende Dorfkirche von Nehesdorf, St. Katharinen, stammt noch aus vorreformatorischer Zeit (um 1290 erbaut).

 

 

 

 

 

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Die evangelischen Stände sorgten in unserem Raum für die alleinige Geltung des lutherischen Bekenntnisses, “Cuius regio, eius religio”, die Untertanen haben die Religion des Regierenden anzunehmen.

Auch das Zisterzienserkloster Doberlug konnte sich des Vordringens der protestantischen Nachbargewalten kaum erwehren. Hinzu kam eine schleichende innere Auflösung. 1541 wurde das Kloster durch Ritter Nickel von Minckwitz besetzt und aufgelöst. Das katholische Leben erlosch somit nach 400 Jahren in unserer Heimat.

 

Seit dem 19. Jahrhundert wohnten wieder infolge des Bergbaus und der Industrialisierung katholische Christen in unserer Region. Die nächsten katholischen Kirchen waren St. Hedwig in Berlin, die Klosterkirche von Neuzelle und die Kirche in Wittichenau. Seit 1850 gab es die neue katholische Pfarrkirche Cottbus “Zum guten Hirten”, heute Christuskirche. Auch fuhren die Katholiken nach Liebenwerda und Torgau zum Gottesdienst.

 

1821 kam die Niederlausitz zum Fürstbistum Breslau. Kirchenrechtlich gehörte Finsterwalde zur Klosterpfarrei Neuzelle, seit 1864 zur Pfarrei Lübben, seit 1903 dann Kuratie, bis 1910 die Errichtung zur Pfarrei vom Breslauer Kardinal Georg Kopp erfolgte. Die Katholiken der Stadt benutzten bis zum Bau der neuen Pfarrkirche St. Maria Mater Dolorosa 1905 einen Werkstattraum auf einem Hinterhof am Kirchwinkel als Kapelle. Erster katholischer Geistlicher am Ort wurde 1903 Kuratus Georg Kammel. 1907 wurde das Pfarrhaus errichtet. Kammel baute auch 1908 die Pfarrkirche in Kirchhain, 1935 die Pfarrkirche in Tröbitz und das Pfarrhaus in Kirchhain.

 

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges kamen an die 3000 katholische Heimatvertriebene vorwiegend aus dem Sudetenland in die Gemeinde.

 

1955 wurde unter Pfarrer Maximilian Schubert die Pfarrkirche umgebaut und renoviert. Von 1988 bis 1990 erfolgte die vollständige Außensanierung unserer Kirche, 1994 der umfassende innere Umbau der Kirche im Sinne des 2. Vatikanischen Konzils. 1990 wurde die Kapelle Crinitz renoviert. Im gleichen Jahr übernahm die Pfarrei von der Stadtverwaltung die ehemalige Pitti-Krippe mit Nebengebäude. Das katholische Kinderhaus St. Raphael und das Caritas-Haus St. Elisabeth begann Ihre Arbeit. 1996 - 1997 konnte das katholische Gemeindehaus Bernhard Lichtenberg errichtet werden.

 

Katholische Pfarrer in Finsterwalde seit der Reformation: Georg Kammel (1903 - 1949), Maximilian Schubert (1949 - 1975), Arnold Schwarz (1975 - 1987), Thomas Thielscher (seit 1987). 19 Kapläne wirkten von 1946 bis 1993 in der Gemeinde. Die Grauen Schwestern von der heiligen Elisabeth dienten den Menschen von 1946 - 1981, Waldbreitbacher Franziskanerinnen von 1992 - 1999.

 

Zur Pfarrei Finsterwalde gehören die Seelsorgekuratie Crinitz (seit 1945) und die Pfarrkuratie Sallgast (seit 1952) und knapp 50 Ortschaften in der Umgebung. In diesem Bereich leben etwa 32.000 Menschen, von denen 2.000 katholisch, etwa 8.000 evangelisch sind.

 

Finsterwalde ist Dekanatsort im heutigen Bistum Görlitz mit 49.000 Katholiken bei einer Gesamtbevölkerung von 900.000. In Deutschland leben 27 Millionen Katholiken, weltweit 1,1 Milliarde.

 

 

 

November 2000 - Pfarrer Thomas Thielscher